Sicherheit auch nach Sonnenuntergang: Für eine flächendeckende Beleuchtung von Fahrrad- und Fußwanderwegen

Betreff
Sicherheit auch nach Sonnenuntergang: Für eine flächendeckende Beleuchtung von Fahrrad- und Fußwanderwegen
- Antrag der FDP-Fraktion vom 09.04.2021 (Eingang 09.04.2021) -
Vorlage
X/0215
Art
Fraktionsantrag FDP

 

Sehr geehrter Herr Heinz-Fischer,

 

die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Schwerte bittet Sie nachfolgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung des AUKM vom 27.04.2021 zu setzen, beraten und beschließen zu lassen:

 

Der Ausschuss für Umwelt, Klima und Mobilität fordert die Verwaltung auf, bei jeglichen zukünftigen Bauvorhaben bezüglich der Sanierung oder dem Neubau von Fahrrad- und Fußwanderwegen die Möglichkeit einer Beleuchtung mit einzubeziehen. Darüber hinaus ist zu prüfen, welche Fahrrad- und Fußwanderwege schon jetzt den Zweck einer autofreien Verbindung zwischen den Stadtteilen erfüllen und somit priorisiert umgebaut werden sollten. Von einer klassischen Straßenbeleuchtung ist hierbei abzusehen, vielmehr sollen sparsame und präzise Konzepte, die an Bewegungsmelder o. ä. gekoppelt sind, eingesetzt werden.

 

Unsere Stadt ist wie keine zweite gezeichnet von ihren unterschiedlichen Stadtteilen, die eingebettet in Felder und Wiesen mit der Zeit zusammengewachsen sind. Nach wie vor ist allerdings die Mobilität der Wermutstropfen dieser Stadtstruktur; um von der Innenstadt in die äußeren Stadtteile zu gelangen oder zwischen den äußeren Stadtteilen zu verkehren, sind neben den dürftigen Busverbindungen meistens private Fahrten nötig. Tagsüber und bei passenden Witterungsbedingungen erfreuen sich dabei die Schwerter Bürgerinnen und Bürger an den zahlreichen Fahrradwegen, die zwischen den Ortsteilen verlaufen. Insbesondere der Ruhrtalradweg ist für die Bürgerinnen und Bürger aus Wandhofen, Ergste, Villigst und Geisecke eine vielfach genutzte Alternative zu den Hauptstraßen.

 

Trotz der steigenden Beliebtheit von Radwegen hat sich der Zustand dieser in den letzten Jahren nicht wesentlich verbessert. Der Sicherheit und Benutzbarkeit der Verbindungswege ist nicht alleine durch gelegentliche Überarbeitung von Schlaglöchern Genüge getan. Deswegen braucht es zukünftig einen Ausbau der Beleuchtung an den viel befahrenen Wegen und eine Miteinbeziehung jener bei der Planung von neuen Wegen, wie beispielweise von Westhofen zur Innenstadt.

 

Sowohl die gefühlte Sicherheit als auch die tatsächliche Sicherheit wird verbessert; eine weite Voraussicht und einfachere Wahrnehmung der Umgebung kann dadurch garantiert werden. Dadurch würden die Radwege auch außerhalb der Sommermonate und bei Nacht für alle Bürgerinnen und Bürger zur praktischen Alternative gegenüber dem ÖPNV oder dem eigenen Pkw. 

Um die Beleuchtung effizient und zielgerichtet zu installieren, schlägt die FDP-Fraktion vor, sparsame LED-Leuchtmittel in Verbindung mit Bewegungsmeldern oder sensiblen Erschütterungsensoren unter der Fahrbahn zu verbauen. Dadurch ist erstens einer zusätzlichen Lichtverschmutzung der Umgebung vorgebeugt und es wird bei geringem Aufkommen von Benutzern eine erhebliche Menge Strom eingespart gegenüber den üblichen per Zeitschaltuhr aktivierten Straßenbeleuchtungen. Für die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger sind diese Zusatzausgaben wichtig und richtig; gerade deswegen sollten die Planungen möglichst ergebnisoffen gestaltet werden.

 

Konkret schlagen wir folgende Wege und Teilabschnitte als zu priorisierende Wege für den Umbau vor: 

1.                 Ruhrtalradweg zwischen Straße „Zum Wellenbad“ und

„B236/Ruhrbrücke“ und zwischen „Mühlenstrang“ und „Untere Wülle“

2.                 Rad- und Wanderweg parallel zur Letmather Straße/B236, von

Straße „Langer Weg“ hinter Reithof Schepers und J. D. Theile GmbH & Co. (ist bereits teilweise vom J. D. Theile Werksgelände aus beleuchtet)

3.                 Radweg an der „Wasserstraße“, Verbindung Richtung Hagen

 

Weitere Radwege sind hier durch Bürgerabfragen oder Vorschläge der Politik hinzuzufügen und auf eine Funktion als „autofreie Verbindungsstraße“ zu prüfen. Da jeder einzelne Wegverlauf unterschiedliche naturräumliche und besitzrechtliche Bedingungen mit sich bringt, sind Machbarkeitstudien und Planungen jeweils individuell vorzunehmen. 

 

Wir hoffen auf einen offenen Dialog der politischen Instanzen mit den Bürgern vor Ort, damit die Verbesserungen von jenen mitgestaltet werden, die von ihnen im Alltag am meisten profitieren.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

gez. Phillip Köhler,

stellv. Fraktionsvorsitzender