Integrationskonzept der Stadt Schwerte 2019

Betreff
Integrationskonzept der Stadt Schwerte 2019
Vorlage
IX/1071
Aktenzeichen
50
Art
Sitzungsvorlage

Beschlussvorschlag:

 

Das Integrationskonzept der Stadt Schwerte 2019  wird zur Kenntnis genommen.

 

Die Verwaltung wird im Rahmen der zur Verfügung stehenden personellen und finanziellen Ressourcen mit der Umsetzung der im Integrationskonzept aufgeführten Maßnahmen beauftragt.

 

Sachdarstellung:

 

Bereits im Jahre 2011 wurde durch das von der Stadt Schwerte beauftragte Institut für interkulturelle Management –und  Politikberatung  (IMAP) unter Beteiligung vieler Schwerter*innen aus Politik, Verbänden und Migrantenselbstorganisationen das 1. Integrationskonzept der Stadt Schwerte erstellt.

Die Ausgangssituation bei der Erstellung des 1. Integrationskonzeptes bezog sich im Wesentlichen auf die Integration bereits länger hier lebender zugewanderter Menschen.

 

Seitdem haben sich die Rahmenbedingungen und Schwerpunkte der Integrationsarbeit in Deutschland insgesamt – und damit auch in Schwerte – tiefgreifend verändert.

Durch die seit 2015 verstärkte Zuwanderung von geflüchteten Menschen sowie Menschen aus östlichen EU-Staaten sind für die Stadt Schwerte große soziale, organisatorische und wirtschaftliche Herausforderungen und damit verbundene neue Aufgaben entstanden.

 

Integration hat in den Kommunen einen anderen Stellenwert bekommen und ist zu einer zentralen kommunalen Querschnittsaufgabe geworden.

 

Eine Fortschreibung des bestehenden Konzeptes für Schwerte, erweitert um den Fokus der Neuzuwanderung, ist daher aktuell sinnvoll und notwendig geworden.

 

Die Entwicklung des aktuellen Integrationskonzepts 2019 ist auf einen breiten, partizipativen Prozess angelegt gewesen. Ziel war die Erstellung eines modifizierten und dynamischen Integrationskonzeptes.

In einem gemeinsamen Beteiligungsprozess hatten die Stadtverwaltung sowie der Integrationsrat und der Generationenausschuss des Rates der Stadt Schwerte im April 2018 zu einem ersten Workshop eingeladen. Eine Vielzahl von Vertreter*innen aus Verwaltung, Politik, freien Trägern, Migrantenselbstorganisationen, Kirchen, Vereinen, AK Asyl, sonstigem Ehrenamt sowie des Kommunalen Integrationszentrums (KI) des Kreises Unna diskutierten über mögliche Maßnahmen zur Förderung der Integration.

 

In einem weiteren Schritt wurden im Herbst 2018 im Rahmen einer Tagung alle Akteur*innen erneut eingeladen, um die weitere Vorgehensweise in den Arbeitsgruppen, die sich beim Workshop konstituiert haben, zu entwickeln.

Auch zugewanderte Menschen konnten für die Beteiligung am gesamten Prozess gewonnen werden. Damit wurden sie zu Akteur*innen und ihre Perspektiven bildeten eine wichtige Grundlage für das Konzept.

 

Zu folgenden Themenfeldern wurden Arbeitsgruppen eingerichtet:

 

  • Ausbildung/ Beruf/ Arbeit
  • Gender/ Inklusion
  • Freizeit/ Sport/ Kultur
  • Sprache/ Bildung
  • Wohnen/ Gesundheit/ Alter/ Pflege
  • KiTa/ Schule
  • Querschnittsthemen

 

 

Die Arbeitsgruppen erarbeiteten im weiteren Prozessverlauf in einem festgelegten Zeitraum eigenständig und ohne Vorgaben zu ihren jeweiligen Themenfeldern konkrete Ziele und Maßnahmen.

 

Das Konzept versteht sich als ein handlungsorientierter Leitfaden.

Es knüpft an die bisher geleistete Integrationsarbeit an, greift bereits bewährte Strukturen auf und stellt sich den neuen Herausforderungen, um Strukturen zu nutzen und gleichzeitig Spielräume für flexibles Handeln zu schaffen.

 

Die formulierten  Ziele und daraus resultierenden Maßnahmen, orientieren sich an den jeweiligen örtlichen Bedürfnissen und Gegebenheiten und bilden die Grundlage des Konzeptes. Sie dienen als Hilfestellung bei der Umsetzung von Integrationsmaßnahmen für Neuzugewanderte und praktischen Arbeit aller Akteur*innen in der Integrationsarbeit.

 

Um den gemeinsamen Integrationsprozess in Schwerte aktiv und konstruktiv voranzubringen und somit eine langfristige und nachhaltige Integration sicherzustellen, bedarf es einer zentralen Koordinierung und strategischen Steuerung.

Hierzu zählt auch die weiterhin breite Beteiligung aller Akteur*innen der Integrationsarbeit.

 

Das Konzept soll regelmäßig an die Veränderungen der örtlichen Gegebenheiten und dem Sachstand des Integrationsprozesses angepasst und fortgeschrieben werden.

 

 

 

 

Finanzielle und haushaltsmäßige Auswirkungen einschließlich Folgekosten:

 

Für die entwickelten Maßnahmen können zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Kosten hinterlegt werden, da diese zum Teil noch nicht vorhersehbar sind.

 

Die Maßnahmen im Konzept wurden so entwickelt, dass Sie als Leitfaden und Idee zu verstehen sind und mögliche  Kosten die Durchführung einzelner Maßnahmen nicht bereits im Vorfeld ausschließen.

 

Bei der konkreten Umsetzung einzelner Maßnahmen sind dann evtl. anfallende Kosten zu ermitteln bzw. auf Durchführbarkeit zu prüfen, ggf. Sponsoren*innen zu gewinnen, Fördertöpfe zu akquirieren oder Kooperationen anzustreben.

Gleichstellungsbelange:

 

Gleichstellungsbelange werden in allen Bereichen der Integrationsarbeit berücksichtigt und sind in den Leitzielen und Grundsätzen dieser Arbeit fest verankert.

Da Migrations- und Integrationsprozesse von Männern und Frauen unterschiedlich verlaufen, wurden die Ziele und Maßnahmen unter Berücksichtigung von Gleichstellungsbelangen entwickelt. Zielgruppe der Maßnahmen sind in gleichem Maße Frauen wie Männer bzw. Mädchen wie Jungen.

 

 

 

Inklusionsbelange:

 

Inklusionsbelange:

bezogen auf Einschränkungen in den Bereichen
(x)  Beweglichkeit
(x)  Sehen
(x)  Hören
(x)  Denken
(x)  Fühlen

(  )  werden nicht berührt.

(x)  wurden berücksichtigt.

(  )  wurden nicht berücksichtigt, weil _________________.