Jährliche Bilanzierung des Flächenverbrauchs in Schwerte (2018)

Betreff
Jährliche Bilanzierung des Flächenverbrauchs in Schwerte (2018)
Vorlage
IX/0912
Aktenzeichen
61
Art
Informationsvorlage

Beschlussvorschlag:

 

Der Ausschuss für Infrastruktur, Stadtentwicklung und Umwelt nimmt die Informationsvorlage zur Kenntnis.

 

Sachdarstellung:

 

Die Verwaltung erstellt im 1. Quartal eines jeden Jahres eine Bilanzierung des faktischen Flächenverbrauchs im Schwerter Stadtgebiet. Die Umwandlung von Freiflächen für Siedlungen, Gewerbegebiete und Verkehrswege wird als „Flächeninanspruchnahme“ oder  allgemein als „Flächenverbrauch“ bezeichnet. Dieser Flächenverbrauch ist jedoch nicht vollständig mit Flächenversiegelung gleichzusetzen, da zu den Siedlungsflächen auch unversiegelte Bereiche, wie Gärten und öffentliche Grünanlagen, Baumscheiben etc. gehören. Die neu in Anspruch genommen Flächen gehen jedoch in der Regel mit einem Verlust von Lebensräumen, sowie Wege- und Ausbreitungsverbindungen für wildlebende Tier- und Pflanzenarten (Zerschneidungseffekte) einher. Das Land Nordrhein-Westfalen ist daher mit seinen übergeordneten Planwerken, wie dem Landesentwicklungsplan und dem Regionalplan bemüht, den Flächenverbrauch zu begrenzen und langfristig zu stoppen (netto null Verbrauch). Dies hat unmittelbar Auswirkungen auf den kommunalen Flächennutzungsplan, da die zuständige Regionalplanungsbehörde Obergrenzen für Flächenneuausweisungen festsetzt.

 

Auf der Grundlage des Agrarstatistikgesetzes melden die Katasterämter der Kreise und kreisfreien Städte jährlich zum Stichtag 31.12. die tatsächliche Flächennutzung gemäß des Allgemeinen Liegenschaftskatasters aufgeteilt nach Nutzungskategorien. Diese Jahresabschlusslisten liegen für die Stadt Schwerte seit dem Jahr 1996 vor.

 

Der Begriff „Siedlungs- und Verkehrsfläche“ ist hierbei wie folgt definiert:

 

  • Gebäude- und gebäudebezogene Freiflächen für unterschiedliche Nutzungen, wie Wohnen, Arbeiten, Bildung und Verwaltung
  • Verkehrsflächen, wie Straßen, Wege, Plätze und Schienen
  • Erholungsflächen, wie Sportanlagen, Campingplätze, Parks und Grünanlagen
  • Betriebsflächen (ohne Abbauland), wie Lager und Halden, Anlagen der Ver- und Entsorgung
  • Friedhöfe

 

Anlage 1 stellt die tatsächliche Flächennutzung am 31.12.2017 und 31.12.2018 gegenüber. Im Vergleich wird damit die Entwicklung des Flächenverbrauchs im zurückliegenden Jahr 2018 deutlich. Im Ergebnis haben die Gebäude- und Freifläche sowie die Verkehrsfläche um jeweils 1 ha zugenommen, gleichzeitig hat sich die Landwirtschaftsfläche um 2 ha reduziert und die Waldfläche um 1 ha.

 

 

Finanzielle und haushaltsmäßige Auswirkungen einschließlich Folgekosten:

keine

 

 

 

 

 

 

Gleichstellungsbelange:

 

Gleichstellungsbelange werden nicht berührt.

 


 

Inklusion:

Inklusionsbelange bezogen auf Einschränkungen in den Bereichen
(x)  Beweglichkeit
(x)  Sehen
(x)  Hören
(x)  Denken
(x)  Fühlen

(x)  werden nicht berührt. (  )  wurden berücksichtigt.

(  )  wurden nicht berücksichtigt, weil _________________.