Moose als lebende Feinstaub- und Stickoxid-Filter

Betreff
Moose als lebende Feinstaub- und Stickoxid-Filter
- Antrag der Fraktion Die Grünen vom 11.06.2018 -
Vorlage
IX/0801
Art
Fraktionsantrag Die Grünen

Sehr geehrter Herr Kordt,

die Fraktion Die Grünen bittet Sie, den folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung des AISU am 26.06.2018 zu setzen sowie in der Sitzung beraten und beschließen zu lassen.

 

 

Antrag

1.    Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen inwieweit an stark Feinstaub- und/oder NOx-belasteten Straßen und Plätzen ein Einsatz von Moosen in geeigneter Form als lebende Filter sinnvoll ist. Geeignete Straßenabschnitte und Plätze sind auszumachen. Dazu ist sachkundiger, externer Rat einzuholen.

Fördermöglichkeiten durch das Land oder andere Stellen sind zu prüfen.

2.    Die Verwaltung wird beauftragt, Passivsammler zur Messung von Feinstaub- und NOx-Belastungen in geeigneter Anzahl und an geeigneten Stellen einzusetzen und über den Zeitraum von einem Jahr die Messergebnisse auswerten zu lassen.

 

 

 

 

Begründung

1.    Moose wirken auf Grund ihrer spezifischen Beschaffenheit mit einer gewaltigen Oberfläche wie keine andere Pflanzenart als lebender Biofilter. Wissenschaftler und wissenschaftliche Institute sehen die Wirksamkeit des Einsatzes von Moosen als Feinstaub- und NOx-Filter mittlerweile als erwiesen an.

Zwar wird mit dem Einsatz von Moosen das grundsätzliche Problem der Luftverschmutzung durch Diesel-PKW und -LKW sowie durch den Zugverkehr und Rangierbedienstete der Bahn nicht angepackt. Aber die Maßnahme kann ein wirksamer Baustein in einer Palette von weiteren Luftreinhaltungsmaßnahmen sein.

2.    In der Stadt Düsseldorf und etlichen anderen Städten hat sich das Aufstellen bzw. Aufhängen von kleinen Passivsammlern zum Nachweis von Luftverschmutzung bereits bewährt.

Die Kosten des Einsatzes der kleinen Passivsammler einschließlich der Auswertung über 12 Monate sind mit ca. 100€/Stck überschaubar.  Insbesondere im Zusammenhang mit der evtl. Umsetzung der  Maßnahme zu 1. erscheint diese Maßnahme als  sinnvoll. 



Mit freundlichen Grüßen

 


Bruno Heinz-Fischer
Fraktionssprecher Die Grünen