Weiterentwicklung der Kindertageseinrichtung "Zauberland" des AWO-Unterbezirks Unna zu einem Familienzentrum

Betreff
Weiterentwicklung der Kindertageseinrichtung "Zauberland" des AWO-Unterbezirks Unna zu einem Familienzentrum
Vorlage
VIII/1012
Aktenzeichen
51/1
Art
Sitzungsvorlage

Beschlussvorschlag:

 

Der Weiterentwicklung  der Kindertageseinrichtung Zauberland, Westhellweg des AWO-Unterbezirks Unna wird – vorbehaltlich der Bestimmungen des Landes NRW zur Ausbauplanung – zugestimmt.

 

 

Sachdarstellung:

 

Im Februar 2014 wurde der Bereich Jugend und Familien der Stadt Schwerte durch das Rundschreiben 6/2014 des Landesjugendamtes Westfalen Lippe darüber informiert, dass dem Jugendamt für das Kindergartenjahr 2014/2015 ein Kontingent für ein neues Familienzentrum gem. KiBiz bewilligt wird. Grundlage hierfür ist der Erlass des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen vom 29.01.2014 bezüglich der Förderung von neuen Familienzentren nach § 21 Abs. 6 KiBiz.

 

Familienzentren sollen vor allem dort ausgebaut werden, wo ein besonderer Unterstützungsbedarf für Kinder und Familien besteht. Daher wird die Verteilung der Familienzentren durch das Land seit dem KiTa – Jahr 2012 / 2013 über einen Sozialindex auf die Jugendamtsbezirke verteilt. Die Entscheidung, welche Kindertageseinrichtung zum Familienzentrum weiterentwickelt wird, trifft die örtliche Jugendhilfeplanung.

 

In seiner Sitzung vom 18.05.2011 beschloss der Jugendhilfe- und Sozialausschuss der Stadt Schwerte, ein Verbund-Familienzentrum zwischen der Kindertagesstätte der Arbeiterwohlfahrt Westhellweg  und der städtischen Kindertagesstätte Zappelkiste im Ortsteil Holzen zu bilden. Nach der Beschlussfassung setzte die Landesregierung allerdings das Anerkennungsverfahren aus und veränderte die Anerkennungsgrundlagen, um noch zielgerichteter die Unterstützungsleistungen der Familienzentren den bedürftigen Familien zukommen zu lassen. Sie will Familienzentren stärker nutzen, um gerade auch den Familien Hilfe und Beratung anzubieten, die besonderer Förderung bedürfen. Dafür notwendig sind gezielte und gesteuerte Angebote. Ob Kindern und Jugendlichen Bildungs- und Lebenschancen eröffnet werden und ob sie diese ergreifen, hängt noch immer in hohem Maße von der sozialen Herkunft ab. Deshalb will die Landesregierung die Familienzentren zukünftig vor allem dort ausbauen, wo benachteiligte Familien wohnen. Die Landesregierung hat deshalb die Verteilung der neuen 150 Familienzentren auf die Jugendämter anhand eines Sozialindexes festgelegt, dem die Messgrößen Kinder unter 7 in Bedarfsgemeinschaften nach SGB II" und  „Abgänger ohne Schulabschluss" zu Grunde liegen. Beide Kriterien wurden gleich gewichtet. Beim landesweit durchgeführten Vergleich wurde festgestellt, dass im Kreis Unna noch Ausbaubedarf besteht. Die Fördermöglichkeit für ein weiteres Familienzentrum wurde auf die Stadt Schwerte übertragen.

 

Aus organisatorischen Gründen ist es nicht möglich, ein Verbund-Familienzentrum mit den ursprünglich vorgesehenen Partnern zu errichten. Die Kindertageseinrichtung Zauberland hat sich bereit erklärt, das Familienzentrum auch allein aufzubauen. Die Jugendhilfeplanung des Bereichs Jugend und Familien hat daher entschieden, dass die Kindertageseinrichtung Zauberland zum Familienzentrum ausgebaut wird. Die Meldung zur Bildung des neuen Familienzentrums muss bis zum 15.06.2014 beim Ministerium eingegangen sein.

 

 

Rechtliche Beurteilung:

 

Die Zuweisung der Genehmigung zur Bildung eines Familienzentrums erfolgt gem. § 21, Abs. 6 KiBiz NRW und durch Erlass des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Jugendhilfeplanung entscheidet, welche Kindertageseinrichtung am Zertifizierungsverfahren für die Anerkennung als Familienzentrum teilnimmt.

 

 

 

 

 

Gleichstellungsbelange:

 

Gleichstellungsbelange werden nicht berührt.