Anpflanzung von Obstbäumen und anderen Nutzgehölzen auf Ausgleichsflächen für Baumaßnahmen, an den Rändern von Straßen und Wegen und auf sonstigem geeigneten Boden

Betreff
Anpflanzung von Obstbäumen und anderen Nutzgehölzen auf Ausgleichsflächen für Baumaßnahmen, an den Rändern von Straßen und Wegen und auf sonstigem geeigneten Boden - Antrag der Fraktion Die Linke vom 10.06.2011
Vorlage
VIII/0477
Art
Fraktionsantrag DIE LINKE.

 

 

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Böckelühr,

 

Die Fraktion der LINKEN bittet Sie, den folgenden Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Ausschuss f. Demografie, Stadtentwicklung und Umwelt zu setzen:

Anpflanzung von Obstbäumen und anderen Nutzgehölzen auf  Ausgleichsflächen für Baumaßnahmen, an den Rändern von Straßen und Wegen und  auf sonstigem geeigneten Boden

 

Antrag:
Die Mitglieder des ADSU des Rates der Stadt Schwerte mögen beschließen: Bei künftig nötigen Ausgleichspflanzungen für private und städtische Baumaßnahmen, mit denen die Versiegelung größerer Grundstücke verbunden ist, bei zukünftigen Bepflanzungen von Straßen- und Wegrändern  in Kommunalbesitz und sonstiger in Frage kommender städtischer Grundstücke sind verstärkt Obst-bäume und andere Nutzhölzer wie z.B. Gartenwaldbeeren zu berücksichtigen. Den zu Ausgleichs-pflanzungen im Rahmen einer Baumaßnahme verpflichteten Privatinvestoren ist, falls gesetzlich möglich, von der Verwaltung verpflichtend aufzuerlegen, falls nicht, seitens der Stadt zu empfehlen, Obstbäume und/oder andere Nutzhölzer anzupflanzen.                   

Begründung:
Die Stadt Schwerte hat, das sei ausdrücklich positiv erwähnt, in der Vergangenheit einiges an Arbeit und Geld investiert, um Grün in die Stadt zu bringen und so Schwerte in einen gesünderen und schöneren Ort umzuwandeln. Leider wurden ausschließlich Bäume und Sträucher eingesetzt, die keine Früchte tragen. Derartigen Anpflanzungen liegt die unseres Erachtens falsche Annahme zu Grunde, Obstbäume und andere Nutzhölzer sind zu pflegeintensiv und abfallende und umherliegende Früchte gefährden den Verkehr.

Pflegeintensiv sind auch die anderen Stadtbäume und Gehölze. Das kann man in jedem Frühjahr als Einwohner  fest stellen, dann nämlich, wenn  beim regelmäßigen Baumschnitt städtische Garten-arbeitskräfte z.B. Platanen, Pappeln, Linden, Büsche und Sträucher radikal stutzen, eine Arbeit, die viel Zeit kostet und jede Menge Aufwand und Bioabfall mit sich bringt. Man sollte vielleicht daran denken, die Baumschnittintervalle zu verlängern und die Bäume nicht so radikal zu schneiden, um Zeit und Geld zu sparen.

Die gleiche Schneidarbeit wie für andere Bäume und Gehölze fällt selbstverständlich auch bei Obstbäumen und Beerenbüschen oder -sträuchern an, aber keineswegs mehr. Selbstverständlich können herabfallende Baumfrüchte, nicht aber Strauch- oder Buschfrüchte, die unter den Pflanzen liegen bleiben, den Verkehrsablauf auf Hauptverkehrstraßen einschränken, vielleicht sogar gefährden. An diesen Straßen sollen die Nutzgewächse auch nicht unbedingt positioniert werden, sondern vorzugsweise an Nebenwegen und auf den Ausgleichsflächen. Sogar an verkehrsreicheren Straßen beeinträchtigen Obstbäume nicht den Verkehr, wenn die Möglichkeit besteht, sie so weit vom Straßenrand entfernt aufzustellen, dass ihre Früchte nicht auf die Straßenfläche gelangen können.

Obstbäume bieten gegenüber anderen Gehölzen nicht nur im Frühling während der Blüte ein schönes Bild, sondern auch im Sommer oder Herbst, wenn die Früchte zwischen Blättern und Zweigen leuchten. Außerdem besitzen sie einen hohen Nutzen, denn ihre Früchte verschaffen den Bürgern kostenlos gesunde Ernährungsmöglichkeiten.

 

Im Auftrag für

Dieter Reichwald

(Fraktionsvorsitzender)

gez. Mechthild Kayser

(Fraktionsgeschäftsführerin)