Durchführung der Neugeborenenbesuche im Rahmen der sog. "Frühen Hilfen"

Betreff
Durchführung der Neugeborenenbesuche im Rahmen der sog. "Frühen Hilfen" Antrag der CDU-Fraktion vom 17.03.2010
Vorlage
VIII/0151
Art
Fraktionsantrag CDU

 

Sehr geehrte Frau Demant,

 

hiermit bittet Sie die CDU-Fraktion, den nachfolgenden Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Jugendhilfe- und Sozialausschusses am 14.04.2010 zu setzen, zu beraten und zu beschließen:

 

Antrag:

 

Der Jugendhilfe- und Sozialausschuss beauftragt die Verwaltung des Jugendamtes, zur nächsten Ausschusssitzung einen Bericht über die Punkte 1-8 der unten aufgeführten Begründung vorzulegen.

 

Begründung:

 

In der Februarsitzung des Ausschusses berichtete die Verwaltung in der Drucksache VII/1175 über die „Konzeption frühe Hilfen für Familien im Sozialraum“. Dabei wurde erläutert, dass der Schwerpunkt der Arbeit auf den Bereich der Prävention liege. An dieser Stelle wurden auch die Besuche bei

den Familien mit neugeborenen Kindern vorgestellt. Ausgeführt wurde unter anderem, dass es sich hier nicht um eine medizinische Kontrolle bei den Familien handeln könne, da die SozialarbeiterInnen keine entsprechende Ausbildung hätten und damit nicht qualifiziert seien, diese Aspekte zu beurteilen. Dies widerspräche auch dem Anliegen des Konzeptes.

 

Aus der Bevölkerung sind der CDU-Fraktion in den letzten Wochen unterschiedliche Berichte über die Qualität der durchgeführten Besuche bekannt geworden. Neben Stadtteilen, aus denen die Resonanz positiv ist, gibt es auch Ortsteile, wo Familien sich nach den durchgeführten Besuchen über Form und Umgang der Mitarbeiter/-Innen bei diesen Besuchen beklagten. Dabei wird von teilweise sehr lieblosen Umgangsformen gesprochen und Eltern haben den Eindruck, dass die Besuche interessenlos abgearbeitet werden.

 

Aus diesem Grund ist die CDU-Fraktion an der Beantwortung folgender Fragen interessiert:

 

1. In welchem Umfang wurden 2009 die angesprochenen Besuche durchgeführt?

2. Welche MitarbeiterInnen führten diese Besuche wie oft in welchem Stadtteil durch?

3. Gibt es überhaupt eine gemeinsame Konzeption für die Durchführung der Besuche?

4. Sind die Mitarbeiter-/innen für die Besuche gesondert geschult worden?

5. Werden die Ergebnisse der Hausbesuche in irgendeiner Form festgehalten?

6. Sollten die Ergebnisse festgehalten worden sein, dann würde uns die Frage interessieren,

ob die Verwaltung beabsichtigt, den Jugendhilfe- und Sozialausschuss darüber zu informieren.

7. Welche Möglichkeiten sieht die Verwaltung, Einfluss auf einen angemessenen Umgang mit

den besuchten Familien zu unternehmen?

8. Ist es unter diesen Umständen weiter zu rechtfertigen, dass die Besuche entsprechend dem

Konzept „Frühe Hilfen im Sozialraum“ weiterhin durch die BezirkssozialarbeiterInnen durchgeführt

werden? Welche Alternativen wären vorstellbar?

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

 

Marco Kordt

(Fraktionsvorsitzender)