Antrag zur Änderung der Gefäßgröße der "Blauen Tonne"

Betreff
Antrag zur Änderung der Gefäßgröße der "Blauen Tonne" - hier: FDP-Antrag vom 21.12.2007
Vorlage
VII/913
Aktenzeichen
70-20-10
Art
Sitzungsvorlage

Beschlussvorschlag:

 

Der Antrag der FDP-Fraktion, die „Blaue Tonne“ auch in den Größen 80-l- und 120-l einzuführen, wird abgelehnt.

 

Sachdarstellung:

 

Seit dem Frühjahr 2006 wird in Schwerte schrittweise die „Blaue Tonne“ eingeführt. Beginnend mit den Testbezirken Schwerte-Ost und Gänsewinkel, wurden in 2007 die Ortsteile Schwerterheide, Binnerheide, Geisecke, Lichtendorf, Villigst und Ergste angeschlossen, sodass inzwischen rund

 

·         4.800 Stück 240-l-MGB und

·         30 Stück 1.100-l-MGB

 

in den angeschlossenen Bereichen im Einsatz sind.

 

Im Vorfeld der Einführung der „Blauen Tonnen“ wurden die jeweiligen Grundstückseigentümer/Verwalter über das Vorhaben und den freiwilligen Anschluss an das System der „Blauen Tonne“ informiert.

In Abhängigkeit vom jeweils anzuschließenden Bezirk gab es „Anfragen“ (< 3 % in Relation zur Anzahl der aufgestellten MGB) bezüglich anderer Gefäßgrößen (80/120-l-MGB), der Anteil der wirklichen „Beschwerden“ lag bei rund 1 %.

Mit Aufstellung der „Blauen Tonnen“ und der damit einhergehenden Gewöhnung an diese bequeme Art der Altpapierentsorgung waren in den bisher angeschlossenen Ortsteilen die „Beschwerden“ in fast allen Fällen erledigt.

 

Rückblick

 

Basis für die Entscheidung, ausschließlich die Gefäßgrößen 240-l und 1.100-l einzuführen, waren und sind:

 

·             Positive Erfahrungen der Entsorgungsbetriebe in den Städten Bergkamen, Lünen und Werne, die ebenfalls nur diese beiden Größen eingeführt haben.

·             Beim vierwöchentlichen Leerungsrhythmus soll ausreichend Gefäßraum bereitstehen, auch und gerade wenn größere Kartonagen entsorgt werden sollen.

·             Bei der „Blauen Tonne“ besteht , wie bei Rest- und Biomüll auch, die Option der Gemeinschaftstonne, d.h. zwei oder mehr Grundstücksnachbarn können sich ein Gefäß teilen, sodass sich tatsächliche bzw. vermeintliche Überkapazität anpassen lässt. Dieses Angebot wird bereits in vielen Fällen in Anspruch genommen.

·             Da die „Blaue Tonne“ nicht mit einer eigenen Gebühr belegt ist, besteht keine Notwendigkeit gestaffelte Gefäßgrößen wie beim Rest- bzw. Biomüll anzubieten.

·             Die Absicht möglichst wenige Gefäßgrößen vorzuhalten, um die Lagerhaltung und den Tauschaufwand so gering wie möglich zu halten.

·             Beim Kauf von Müllgefäßen ist das 240-l-MGB mit rund 20,00 € (Stückpreis bei Ausschreibung größerer Mengen)  zwar teurer als die 80 bzw. 120-l-MBG, die rund 15,00 €/Stück kosten. Der betriebswirtschaftliche Vorteil bei einer Vergleichsrechnung über die Beschaffung von 4000 Stück  240-l-MGB im Vergleich zur Beschaffung von 2000 Stück 80-l-MGB und 2000 Stück 120-l-MGB und eines 10-jährigen Abschreibungszeitraumes beläuft sich auf rund 2000,00 €. Dem gegenüber steht ein zu erwartender Tauschaufwand bei Bereitstellung verschiedener Gefäßgrößen (80/120/240-l), der mit rund 10.000,00 € angesetzt wird (Berechnungsgrundlage ist der Gesamtaufwand für Gefäßtausch im Jahr 2007 in Höhe von 39.897,95 €).

·             Unter der Prämisse, die Umstellung vom Bringsystem „Altpapiercontainer an Wertstoffstationen“ auf das Holsystem „Blaue Tonne“ kostenneutral zu bewältigen, ist die unbedingte Einhaltung eines Minimalaufwandes entscheidend.

 

 

Abfallsatzung

 

Aufgrund der o.g. Überlegungen wurde per Ratsbeschluss vom 20.09.2006 (Vorlage VII/548) der 5.Nachtrag zur Satzung über die Abfallentsorgung in der Stadt Schwerte vom 08.09.1999 beschlossen, der am 01.10.2006 in Kraft trat.

In § 10 Abs. 2c wird die Größe der Altpapiertonnen auf 240-l- und 1.100-l- festgelegt.

 

Finanzielle und haushaltsmäßige Auswirkungen einschließlich Folgekosten:

Haushaltsjahr

 

 

 

 

 

Ertrag

 

 

 

 

 

Aufwand

 

 

 

 

 

 

 

Investitionsvolumen

 

 

 

 

 

Bilanzveränderung

 

 

 

 

 

Abschreibung

 

 

 

 

 

 

 

Ersatzinvestitionszeitpunkt

 

 

 

 

in obigen Beträgen enthalten

ja

nein

 

Aufwand Betriebsaufnahme

 

 

 

lfd. Betriebsaufwand

 

 

 

Haushaltsmittel

Üpl.A.

Apl.A.

 

 

 

 

 

 

Gleichstellungsbelange:

Gleichstellungsbelange werden nicht berührt.