TOP Ö 5: Bericht über den Pflegebedarfsplan Kreis Unna 2015
Berichterstatter Herr Hans Zakel, stellv. Leiter der Stabsstelle Planung und Mobilität beim Kreis Unna

Herr Zakel von der Stabsstelle Planung und Mobilität des Kreises Unna stellt anhand einer Powerpointpräsentation den Pflegebedarfsplan 2015 des Kreises Unna vor. Die Präsentation ist der Niederschrift als Anlage beigefügt. Der gesamte Pflegebedarfsplan ist über einen Hyperlink, der sich auf der Präsentation befindet, oder über die Internetseite des Kreises Unna aufzurufen.

 

Fragen im Anschluss an den Vortrag beantwortet Herr Zakel wie folgt. Zurzeit gibt es ca. 25.000 Menschen mit gerontopsychiatrischen Veränderungen wie z. B. Demenz im Kreis Unna, von denen nicht alle pflegebedürftig sind. Im nächsten Plan wird es hierzu ein gesondertes Kapitel geben.

 

Zur Versorgungssituation von pflegebedürftigen Menschen mit Migrationshintergrund trifft der Plan zurzeit noch keine Aussagen. Auch bei den Pflegediensten ist das Thema noch nicht mit Intensität angekommen. Dies wird sich nach seiner Einschätzung zukünftig anders darstellen, da sich auch in Familien mit anderen kulturellen Hintergründen die Familienstruktur verändert und Familie nicht mehr oder nicht mehr allein für Pflegeleistungen zur Verfügung steht. 

 

Im Hinblick auf haushaltsnahe Dienstleistungen zeigt der Plan im Anhang ein weitreichendes Angebot.

 

Zahlen über und Maßnahmen für drogenabhängige Pflegebedürftige sind im Plan nicht dargestellt. Auf der Grenze zum Kreis Unna befindet sich in Dreihausen ein Wohnheim für alternde austherapierte Suchtkranke. Diese Einrichtung ist kein Sonderpflegeheim, sondern eine Wohneinrichtung, finanziert über den Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Allerdings räumt Herr Zakel ein, dass das Thema Sucht im Alter durch Alkohol und Tabletten ein steigendes Potential hat, was zukünftig sicher stärker berücksichtigt werden muss.

 

Als ergänzende Maßnahme zu Tagespflegeeinrichtungen gibt es keine Nachtpflegeeinrichtungen. Hierzu liegen Herrn Zakel auch keine Erkenntnisse vor. Eine Ausweitung von Pflegezeiten auf das Wochenende sind allerdings vorhanden.