TOP Ö 5.1: Frauen mit Zuwanderungsgeschichte in Schwerte

Beschluss: zur Kenntnis genommen

 

Frau Wippermann stellt anhand von Fotos die Mitglieder des frauenpolitischen Netzwerkes Schwerte und Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen vor, die bezogen auf die Thematik Interkulturelle Zusammenarbeit mit Frauen in der Vergangenheit bereits zusammengearbeitet haben. Sie erläutert ausführlich die bisher durchgeführten Veranstaltungen, Projekte und Aktivitäten.

 

Herr Becker führt aus, dass die WfS-Fraktion die umfangreiche Darstellung der Drucks.-Nr.: IX/0171 sehr positiv bewerte. Bezogen auf das Rucksackprogramm an der Friedrich-Kayser-Schule hinterfragt er, warum dieses nur türkisch stämmige Schulkinder betreffen würde und ob geplant sei, dieses Programm auch auf andere Nationalitäten auszuweiten. Weiterhin regt er an, bei der nächsten Berichterstattung darzustellen, wie die verschiedenen Projekte angenommen würden und ob es Möglichkeiten für weitere Optimierungen gebe.

 

Herr Winkler berichtet, dass in diesem Fall hauptsächlich die türkischen Mütter das Rucksackprogramm „genießen“ und auch in der Schulgemeinde umsetzen würden. Problematisch sei nach wie vor die Finanzierung. Der Landrat des Kreises Unna sei bezogen auf diese Problematik bereits angeschrieben worden. Letztendlich müsse aber die Stadt Schwerte die Finanzierung übernehmen. Sichergestellt würde die Finanzierung derzeit über eine Stiftung, die sich für das Rucksackprojekt einsetze und dieses Projekt auch für die nächsten vier Jahre sicherstelle.

 

Auch Herr Kordt erklärt für die CDU-Fraktion, dass die Verwaltungsvorlage exzellent dargestellt worden sei. Wünschenswert sei es jedoch, die dargestellten „Konkreten Ideen“ auf Seite 8 der Verwaltungsvorlage detaillierter und zukunftsorientierter darzustellen. Weiterhin lobt er die Arbeit der Schwerter Frauengruppen.

 

Frau Meise führt aus, dass sich die SPD-Fraktion den Ausführungen der WfS- und CDU- Fraktion hinsichtlich der Darstellung der Drucks.-Nr.: IX/0171 anschließe. Sie führt aus, dass gerade die Interkulturelle Zusammenarbeit mit Menschen mit Integrationshintergrund eine Arbeit der kleinen Schritte sei, die die Schwerter Frauen AG sowie die Gleichstellungsbeauftragte seit geraumer Zeit vorbildlich vorantreibe. Sie könne die Aussage der CDU-Fraktion nicht verstehen, dass die in der Vorlage dargestellten „Konkreten Ideen“ nicht ausreichend seien. Frau Meise schlägt daher der CDU-Fraktion vor, zukünftig eigene konkrete Vorschläge einzubringen, um den vorgeschlagenen Rahmenkatalog zu erweitern.

 

Herr Bürgermeister Böckelühr erklärt, dass in der Sitzung des Generationenausschusses vom 24.02.2015 die Anregung geäußert worden sei, die Drucks.-Nr.: IX/0171 auch in den Sitzungen des Integrationsrates und des Generationenausschusses beraten zu lassen. Er bittet dementsprechend Herrn Winkler, mit den Vorsitzenden der entsprechenden Ausschüsse Kontakt aufzunehmen. Weiterhin bittet er Frau Wippermann aufgrund der nachfolgenden Darstellung in der Drucks.- Nr.: IX/0171 (Seite 7, Fazit: „Besonders interessant wäre es für Schwerte zu ermitteln, was Frauen mit Zuwanderungsgeschichte am Ort benötigen, was sind ihre spezifischen Bedürfnisse, Anliegen, aber auch ihre Wünsche und welche notwendigen Unterstützungsmöglichkeiten ergeben sich daraus?“) darum, diese Fragen als einen Handlungsauftrag zu verstehen. Die Erkenntnisse aus diesem Handlungsauftrag, die z. B. in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Asyl, dem Integrationsrat und der Arbeitsgemeinschaft der Frauengruppen erarbeitet werden könnten, sollten dann im Herbst 2015 im zuständigen Fachausschuss vorgetragen werden.

 

Anschließend bedankt sich Herr Bürgermeister Böckelühr für den ansprechenden Bericht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Bericht wird zur Kenntnis genommen.