TOP Ö 3.2: Offene Jugendarbeit in Schwerte

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Frau Schmidt gibt technikunterstützt einen informativen Über- und Einblick in die vielen Facetten der offenen Jugendarbeit. Es gibt nicht nur die Angebote im Jugendzentrum (JuZ) sondern viele andere differenzierte Angebote in der offenen und teiloffenen Jugendarbeit, nicht nur von Mo.- Fr., sondern auch an Samstagen und Sonntagen. Ferner gibt es auch Angebote abends und nachts. Angebote, wie Sport, Elternarbeit, Projektarbeit (z.B. Internetcafe), Hausaufgabenhilfe, werden erläutert. Die Ziele der Arbeit sind sinnvolle Freizeitbeschäftigung, soziales Lernen und Wertevermittlung unter Beachtung der Trägervielfalt der Angebote. Die Einführung der OGS  führte in einigen Einrichtungen zur Verjüngung der Besucherstruktur.  Frau Schmidt erläutert, wie sich in den geförderten Einrichtungen die Besucherstruktur im Hinblick auf Alter, Migrationshintergrund und Verteilung Jungen/Mädchen, darstellt.   

Frau Demant bedankt sich bei Frau Schmidt für den umfassenden  Bericht.

Herr Groth warnt, dass im Rahmen der Sparmaßnahmen offene Jugendarbeit als freiwillige Leistung gesehen werde und deshalb auf der Streichliste stünde. Die Aufrechterhaltung dieser Angebote sei aufgrund der bestehenden Rechtslage im SGB VIII sowie aus sozialen, gesellschaftlichen Gründen wichtig und daher „nicht freiwillig“. Bei einer Altersdifferenzierung würde deutlich, wie wenig für die Jugendlichen z.B. im Verhältnis zu Kita-Kindern ausgegeben würde, hier sehe er eine relative Vernachlässigung. In diesem Zusammenhang müsse konkreter beschrieben werden, was mit dem Kinder- und Jugendförderplan gesteuert werden solle. Auf seine Frage zur Umstellung der Finanzierung und die daraus mögliche Änderung für die Trägervereine führt Frau Schmidt aus, dass dies im Detail noch offen sei. Es sollen schon inhaltliche Punkte, Ziele definiert werden. Dafür seien zwei Workshops im Oktober, an Samstagen, mit den Trägern vorgesehen. Hier besteht dann die Möglichkeit, die Details auszuloten.

Zur Vorbereitung für die Workshops seien heute, am 21.09.11, in Münster mit der Moderatorin Möglichkeiten, orientiert am Förderplan des Landes, besprochen worden. In den Workshops könnte dann gegebenenfalls über den derzeitigen Finanzierungsmodus und über einen gerechten Verteilerschlüssel, ähnlich wie bei der Erarbeitung der Förderrichtlinien für die Jugendverbände, beraten werden.

Der Jugendförderplan werde dann im November im JSA vorgestellt.   

Herr Winkler geht auf die Bedeutung der offenen Jugendarbeit, die einen Präventionscharakter habe, ein.

Herr Winkler berichtet vom Stärkungspakt Stadtfinanzen des Landes NRW. Danach sollen überschuldete Städte und Gemeinden Nordrhein-Westfalens durch extra bereit gestellte Mittel bei der Haushaltskonsolidierung unterstützt werden. Im Gegenzug müsse die Empfängergemeinde einen klaren Sparkurs einschlagen. Dies bedeute für die offene Jugendarbeit, dass zwar eine rechtliche Verpflichtung bestehe. Allerdings sei die Höhe der Förderung nicht festgelegt, so dass noch nicht absehbar sei, welche Einsparvorgaben in diesem Zusammenhang auf die Stadt Schwerte zukämen. 

 

Frau Meise bedankt sich auch für den ergänzenden Bericht zur Vorlage und betont, dass der JSA als Fachausschuss im November bei den Haushaltsberatungen versuchen sollte, Mittel für die offene Jugendarbeit und für die präventiven Maßnahmen einzufordern und bereitzustellen. Der Etat wäre in diesem Bereich in den letzten Jahren schon oft gedeckelt worden, weitere Kürzungen sollten in der offenen Jugendarbeit nicht vorgenommen werden.

Herr Müller bedankt sich für die gute Übersicht. Dadurch seien Vielfalt und Qualität der Angebote deutlich geworden.

 

Auf abschließende Frage von Frau Demant erläutert Frau Schmidt, dass die Angebote unter Beteiligung der Jugendlichen und deren Interessen in den Einrichtungen ausgesucht und angeboten würden.     

Frau Demant stellt fest:

 

Der Bericht über die offene Jugendarbeit wird zur Kenntnis genommen.

- Ohne Abstimmung -

 

Nach Abschluss dieses TOP´s wird von 18.45 Uhr – 18.55 Uhr eine 10-minütige Pause eingelegt.