TOP Ö 3.6: Informationen und Anfragen

 

 

 


Kinderlärm 

 

Herr Langner berichtet, dass nach neuestem Urteil des OVG Thüringen vom 13.04.2011 Kinderlärm auf Außenflächen von Kindertageseinrichtungen, analog  demnach auf Kinderspielplätzen, sozialverträglich und damit in allen Bau- und Plangebieten zulässig sei. In einem allg. Wohngebiet müssen Anwohner mit der Errichtung einer Kita rechnen, eine derartige Einrichtung ist grundsätzlich wohngebietsverträglich. Die durch spielende Kinder auf Außenanlagen der Kita´s verursachten Geräusche würden aller Voraussicht nach zu keinen unzumutbaren Beeinträchtigungen der Anwohner führen.

 

Hauswirtschaftliche Kräfte in Kindertageseinrichtungen

 

Herr Langner informiert, dass die Stellen von 6 haushaltswirtschaftlichen Kräften in den städtischen Kindertageseinrichtungen bis zum 15.08.11 besetzt wurden.  Die Finanzierung erfolgt, wie bereits im letzten JSA berichtet, durch das Bundesverwaltungsamt an die Werkstatt Unna als Antragsteller.

Am 09.08.2011 wurde die Vereinbarung über die Personalgestellung mit der Werkstatt Unna e.V. abgeschlossen. Die ersten zusätzlichen Kräfte in den städtischen Kindertageseinrichtungen hatten zu diesem Zeitpunkt bereits mit ihrer Tätigkeit begonnen. Die letzte Arbeitsstelle wurde zum 15.08.2011 besetzt. Grund hierfür waren die individuellen Leistungsansprüche der vermittelten Person.

Aufgrund einer unglücklichen Wiedergabe in der Presse „Bürgerarbeit sorgt für Rückkehr der Hauswirtschafterin“ musste dem Bundesverwaltungsamt gegenüber klargestellt werden, dass die hauswirtschaftlichen Kräfte zusätzliche Arbeit erledigen (z.B. im Projekt „Gesunde Ernährung“). Bislang ist keine weitere Nachfrage mehr bekannt geworden. In einigen Kindergärten wird bereits die Kräuterspirale wieder hergestellt oder ein gesunder Nachmittagsimbiss für die Kinder bereitgestellt.

 

Nachtfrequenz 11 / Broschüre

 

  Herr Langner macht auf die ausgelegte Broschüre „nachtfrequenz11“ aufmerksam. Das Jugendamt beteiligt sich mit dem Projekt „Nächster Halt: Jugendkultur“ am  Sa., 15.10.11, 18.00 – 22.00 Uhr an Schwerter Bushaltestellen. Vom zentralen Treffpunkt an der Rohrmeisterei aus steuert ein Bus die ausgewählten Haltestellen an. Für dieses Projekt erhält die Stadt Schwerte einen Zuschuss  von 4.700 Euro. 

 

CDU-Anfrage GEMA vom 22.06.2011

 

Herr Langner gibt einen Überblick über die Probleme bei Gesangsübungen in Kita´s im Zusammenhang mit der daraus evtl. entstehenden GEMA-Pflicht.

Er zeigt ein Liederbuch, in dem viele GEMA-freie Lieder enthalten sind. Dass Liederbuch wurde  vom Verein Musikpiraten e.V. FF/M zusammengestellt, produziert und kostenlos an alle Kita´s in der Bundesrepublik verteilt.

 

 

 

CDU-Anfrage vom 22.06.11 zur Zusammenarbeit der Stadt Schwerte mit der Initiative „Start mit Stolpern“

 

Frau Schneevoigt erläutert zur Anfrage.

 

Das Präventionskonzept „Start mit Stolpern“ der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin/SPZ

im Klinikum Dortmund  gGmbH  ist ein wichtiger Bestandteil der Hilfe zur Unterstützung in schwierigen Lebens- und Erziehungssituationen und zur Verhinderung von Kindeswohlgefährdung in

Dortmund.

Im Klinikum Dortmund werden die Kinderschutzfachkräfte aufgrund von Meldungen aus dem Team der Frauenklinik oder dem stationären Bereich tätig. Es erfolgen dann Kontakte mit den Familien und den zuständigen Jugendämtern, wenn eine Kindeswohlgefährdung vorliegt.

Im Jahr 2007 hat der Kinder- und Jugendausschuss der Stadt Dortmund beschlossen, das Angebot „Start mit Stolpern“ in das Dortmunder Hilfesystem gemäß § 36 SGB VIII aufzunehmen.

 

Die dort tätigen Kinderschutzfachkräfte  arbeiten im Kinderschutz als Angestellte der Klinik, wobei die Stellen aus einer Mischfinanzierung zwischen umgewandelter Stelle als Kinderkrankenschwester  und Refinanzierung über Fachleistungsstunden überwiegend in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt Dortmund bestehen.

 

Zielgruppen sind:

-          Neugeborene in familiär gefährdeten Systemen, z. B. durch Alkohol-, Opiat- und Medikamentenabhängigkeit, psychische Erkrankungen, hohe soziale Belastung und/oder Behinderung der Eltern

-          Frühgeborene Kinder.

Die Betreuung der Familien findet im ersten Lebensjahr der Kinder statt.

 

Mit dem Jugendamt Schwerte gab es im Jahr 2010 in zwei Fällen Kontakte. Die Zusammenarbeit mit „Start mit Stolpern“ verlief in den vorliegenden Fällen sehr positiv.

 

Im Verlauf des Jahres 2011 ist es bislang zu keiner Kooperation zwischen der Initiative und dem Jugendamt Dortmund gekommen, da es keine gemeinsamen Fälle gab. Es wurde mit der Initiative vereinbart, dass im Jugendhilfedienst ein gemeinsamer fachlicher Austausch am 11.10.2011 stattfindet.    

 

SPD-Anfrage  vom 12.09.11

Notfallplan bei Einschreiten des Jugendamtes bei Kindeswohlgefährdung

 

Frau Schneevogt berichtet, dass es beim Jugendamt der Stadt Schwerte wie bei vielen anderen Jugendämtern im Kreis Unna keinen Bereitschaftspflegedienst bzw. eine sog. Rufbereitschaft gibt. Die Stadt Schwerte verfügt über einen sog. Notfallplan, in dem die Telefonnummern der Bereichsleitung der stellvertretenden Bereichsleitung und der Leiterin des Jugendhilfedienstes hinterlegt sind. Wenn bei der Polizeiwache in Schwerte eine Kindeswohlgefährdung oder unvorhergesehene Probleme mit Kindern und Jugendlichen in den Familien außerhalb der Dienstzeiten des Jugendamtes gemeldet werden, meldet sich die Polizei bei der Feuerwache in Schwerte. Die Feuerwache informiert die zuständigen Mitarbeiter des Jugendamtes, die sich dann mit der Polizei in Verbindung setzen, um zu klären, welche Maßnahmen erforderlich sind. Dies kann bedeuten, dass der zuständige Mitarbeiter des Jugendamtes zur Polizeiwache nach Schwerte fährt, um mit den Eltern in Kontakt zu treten. Sollte ein weiterer Mitarbeiter, bzw. zuständiger Sozialarbeiter des Jugendhilfedienstes notwendig sein, so werden diese hinzugezogen. Im Jahr gibt es ca. zwei bis drei Einsätze, vorrangig an den Wochenenden und in den Abendstunden. Die Mitarbeiter vor Ort entscheiden, welche Maßnahmen ergriffen werden, z. B. dass Kleinkinder in die Bereitschaftspflege kommen oder größere Kinder und Jugendliche vorübergehend bis zur weiteren Klärung der Probleme in eine entsprechende Jugendschutzstelle.

 

SPD-Anfrage vom 12.09.11

Unterbringung von obdachlosen Jugendlichen und jungen Erwachsenen

 

Frau Schneevoigt erklärt, dass Obdachlose Jugendliche in den entsprechenden Jugendschutzstellen des katholischen Kinderheims St. Josephs in Werne oder der evangelischen Jugendhilfe in Iserlohn untergebracht werden können. Darüber hinaus gibt es auch in Absprache die Möglichkeit der  Unterbringung in der Station West. Dauerhafte Lösungen für die Unterbringung von obdachlosen Jugendlichen in Schwerte gibt es nicht, sind auch derzeit nicht angezeigt.

 

Frühförderstelle   

 

Frau Schneevoigt berichtet dass sich die Zugangsvoraussetzungen  für die Frühförderung geändert haben. Bis zum 01.07.11 war es möglich, das die Eltern sich zum Erstgespräch direkt an die Frühförderstelle wenden konnten. Der Kreistag hat im Juni 2011 entschieden, dass sich der Zugangsweg ändert und nun direkt über das Gesundheitsamt des Kreises Unna erfolgt. Für Schwerte und den Südkreis ist Unna zuständig für den Nordkreis Lünen. Der Kreistag hat der Verwaltung  den Auftrag erteilt ein Eckpunktepapier zu erarbeiten um die Qualitätsstandardsund Niederschwelligkeit sicher zu stellen.

 

AWo-Fortbildungsprogramme der Familienbildungsstätte

 

Frau Roguschak weist darauf hin, dass sie die 3 nachgenannten  AWO-Flyer auslegt:

-        Qualifizierung für Mitarbeiter/innen der offenen Ganztagsschule (OGS)

-        Fortbildung für Kinderpfleger/innen, Schwerpunkt  U3

-        Ausbildung zu Elterntrainern, TAFF, Training, Anleitung, Förderung von und für Familien      

 

1. Schwerter Gesundheitstag 2011 / Menschen mit Behinderung und Senioren

 

Frau Demant weist darauf hin, dass sie den vorgenannten Flyer zur Mitnahme am Ausgang des Sitzungssaales ausgelegt hat, über einen Besuch am 09.10.11, von 10.00-17.00 Uhr  in der  Lohbachstr . 12, Schwerte, würde sie sich freuen.

 

 

 

 

 

Für die nichtöffentliche Sitzung des JSA liegen keine Tagesordnungspunkte vor.

 

Frau Demant schließt die Sitzung um 20.30 Uhr.