TOP Ö 1.3: Einwohnerfragestunde

 

 

 


- Einrichtung einer U 3 Betreuung für den ev. Kiga St. Johannis, Ergste

 

Frau Demant begrüßt drei Einwohnerinnen.

Frau Foerth stellt sich als Elternvertreterin des ev. Kiga St. Johannis Ergste (Auf dem Hilf) vor. Sie betont, dass sie ihre Anfrage nicht als Vorwurf gegen das Jugendamt erhebe. Die Elternschaft möchte über den Stand der U 3 -Betreuung und über die Beendigung der Übergangslösung mit Perspektive des U3 –Ausbaus aus Sicht der Stadt informiert werden, um auch den nachfragenden Eltern, die für das nächste Jahr anmelden wollen, die künftige Situation aufzeigen zu können.  

 

Frau Schneevoigt berichtet, dass der Antrag für den Anbau am ev. Kiga für die Betreuung von Kindern unter 3 Jahren im März 2010 vom ev. Kirchenkreisamt Iserlohn-Lüdenscheid gestellt wurde. Der Antrag sei jedoch unvollständig vorgelegt worden, so dass er nicht an das Landesjugendamt weitergeleitet werden konnte.

Am 24.08.10 hat der Landschaftsverband der Raumplanung der Kirchengemeinde für einen Anbau an den Kindergarten für die U-3 Betreuung zugestimmt und die Kirchengemeinde gebeten, einen kompletten Bestandsplan sowie eine geänderte Entwurfsplanung vorzulegen.

Am 30.08.10 fand ein Gespräch mit Vertretern/-innen der ev. Kirchengemeinde Ergste statt. Die Kirchengemeinde überlegt, ob der U-3-Ausbau für die Kirchengemeinde realisierbar ist, da der Trägeranteil trotz der Herabsetzung des Eigenanteils auf 12% nicht mehr leistbar sei. Von Seiten der Stadt kann eine Finanzierung nicht in Aussicht gestellt werden.

Das Jugendamt hat für ein weiteres Trägergespräch im November 2010 eine Berechnung für den Anteil der Kirchengemeinde bei der Führung von zwei Gruppenformen I berechnet, der weitaus niedriger ist, als die Kirchengemeinde angenommen hat.

Nach Stellungnahme des Zentralen Immobilienmanagement vom April 2011 ist die Kostenschätzung für den Anbau  nicht nach DIN 276 (Baukostenschätzung) aufgestellt worden. Die Kostenschätzung ist daher nicht prüfbar. Darüber hinaus sind eventuelle Forderungen der Feuerwehr zum Brandschutz und des Gesundheitsamtes nicht mit eingearbeitet worden und bei den Kosten nicht berücksichtigt. Somit konnte der Antrag für das LJA nicht weiterbearbeitet werden.

Das ev. Kreiskirchenkreisamt wurde gebeten, u.a. den Forderungen des Zentralen Immobilienmanagement nachzukommen und entsprechende Unterlagen vorzulegen.

Im Juli 2011 richtete der Elternrat des ev. Kindergartens Ergste einen Brief an Kirchengemeinde und Stadtverwaltung, in dem sie den Unmut der Eltern erklärten, dass mit dem Anbau an den Kindergarten noch nicht begonnen worden ist.

Am 05.08.2011 fand dann ein Gespräch mit Vertretern der ev. Kirchengemeinde Ergste statt. Es wurde vereinbart, dass kurzfristig die geforderte Kostenschätzung neu überarbeitet, sowie Kontakt zur Feuerwehr und zum Gesundheitsamt bezüglich eventueller Auflagen aufgenommen wird. Darüber hinaus wurde vereinbart, dass die Kirchengemeinde den Elternrat informiert, warum es zur Verzögerung bei der Antragstellung gekommen ist. Der Träger wird gebeten, zu überprüfen, ob das Leiterinnenzimmer und der Personalraum nicht in das Gemeindehaus verlegt werden können, um diese Räume bis zur Fertigstellung des Anbaus als Ruheraum für die zweijährigen Kinder zu nutzen. Daraufhin wurde vom Kreiskirchenamt im Sept. 2011 lediglich das Raumkonzept zur Übergangslösung der U-3 Betreuung für das Kindergartenjahr 2011/2012 mitgeteilt.

Die fehlenden Unterlagen sind bis heute (21.09.11) aber nicht beim Jugendamt eingegangen.  

 

Auf Anfrage des Jugendamtes teilt das LJA mit, das der Zeitraum, wann es eine U3 Förderung durch Bundesmittel gibt, noch  unklar ist. Die Mittel aus dem Sonderprogramm 2011/12 sind nicht ausreichend für den geplanten Anbau. Trotzdem soll der Antrag relativ schnell beim LWL gestellt werden, damit er dort auch vorliegt, falls die Förderung kurzfristig durch den Bund kommen sollte.

Frau Foerth gibt hierauf hin an, dass nach ihrer Kenntnis der Träger bis zum 30.09.11 alle geforderten Unterlagen abgeben wolle. Sie berichtet weiter, dass der Kindergarten am 08.10.11 einen Tag der offenen Tür und damit verbunden einen Anmeldetag für das nächste Kindergartenjahr anbiete.

Frau Schneevoigt weist darauf hin, dass es nach Vereinbarung mit allen Trägern für alle Kindergärten in Schwerte einen gemeinsamen Anmeldetermin / Zeitraum gebe. Sie warnte davor, mehr Kinder aufzunehmen oder Zusagen zu erteilen, als Plätze frei würden.

Frau Foerth relativierte ihre Aussage und erklärte, dass es sich um einen allgemeinen Infotag handele und dass Eltern die Möglichkeit gegeben werden solle, Geschwisterkinder u.a. auch für eine U 3 Betreuung anzumelden.

Frau Meise vertritt hierzu die Auffassung, dass es in Ordnung sei, wenn es sich nur um einen Schnuppertag handele. Dem Kindergarten müsse möglich sein, den Bedarf an Plätzen für das nächste Kindergartenjahr festzustellen.   

 

Abschließend bedankt sich Frau Demant bei Frau Foerth  für die Anfrage und die Auskünfte.