TOP Ö 3.1: Kindergartenentwicklungsplan (KEP) 2010

Beschluss: Einstimmig beschlossen

Abstimmung: Ja: 13, Nein: 0, Enthaltungen: 0

Frau Schmidt erläutert die wesentlichen Ergebnisse des Kindergartenentwicklungsplans (KEP) 2010, sowie die Veränderungen zum KEP 2009.

 

Zur Frage der integrativ betreuten Kinder ist folgendes nachzutragen:

„In den Kindertageseinrichtungen in Schwerte werden im laufenden Kindergartenjahr 2009/2010 insgesamt 41 anerkannte behinderte Kinder betreut. Nach Abstimmung mit den Trägern der Kindertageseinrichtungen werden für das nächste Kindergartenjahr 2010/2011 voraussichtlich 56 Förderanträge beim LWL gestellt.“

 

In der Diskussion wird deutlich, dass nach wie vor die Randzeitenbetreuung problematisch sei. Dies zeige sich z.B. daran, dass die Öffnungszeiten im Einzelhandel nicht mit den Öffnungszeiten der Kindertageseinrichtungen kompatibel seien. Dies betreffe auch Friseure und Pflegeberufe. Besondere Schwierigkeiten bei der Betreuung hätten in solchen Fällen Alleinerziehende. Viele bei der ARGE gemeldete Alleinerziehende könnten deshalb nicht vermittelt werden.

 

Es wird angefragt, ob seitens der Stadt Schwerte Maßnahmen zur Kompensation dieser Problematik angedacht seien und ob ggf. Familienzentren hier hilfreich sein könnten.

 

Frau Schneevoigt erläutert, dass erweiterte Öffnungszeiten in den Kindertageseinrichtungen durch das KiBiz nicht möglich seien, weil die Finanzierung nur den bisherigen Standard ermögliche. In Einzelfällen, z.B. in Ergste, gebe es eine Tagesmutter, die nach der Schließung der städtischen Kindertageseinrichtung die Betreuung einzelner Kinder übernehme. Aber auch dies sei nicht flächendeckend möglich, da es nicht genügend Tagespflegepersonen gebe, die diese Aufgabe wahrnähmen.

 

Hinsichtlich der Schließung der AWO Kindertageseinrichtung „Wilde Wiese“ stellt  Frau Schneevoigt klar, dass diese zum 1.8.2010 zwar schließe, die Räumlichkeiten würden aber von der daneben liegenden Einrichtung „Zauberland“ mit genutzt.

 

Weiter wird festgestellt, dass das KiBiz zu qualitativen Unterschieden in den Einrichtungen führe, was wiederum ein verändertes Anmeldeverhalten der Eltern zur Folge haben könne. Politisches Ziel müsse es sein, die Mittel so weit aufzustocken, dass Eltern (wieder) wohnortnah flächendeckend qualitativ gute Einrichtungen vorfänden.

 

Auf Nachfrage teilt Herr Inhetveen mit, man habe von den Plänen, die Kindertageseinrichtung „Am Langen Rüggen“ ins Paulushaus zu verlegen, aus Kostengründen Abstand genommen.

Beschluss:

 

Der Kindergartenentwicklungsplan 2010 wird in der als Anlage beigefügten Fassung mit der dargestellten Ausbauplanung der Plätze für Kinder unter 3 Jahren (U – 3 – Ausbau) beschlossen.